HG Ingolstadt II - SSV Schrobenhausen (19:20)

Auch für die Handballerinnen des SSV Schrobenhausen war es am Samstag endlich so weit: Nach wochenlanger Vorbereitung starteten sie in die Saison 2019/20. Nach zwei Aufstiegen hintereinander dürfen die SSV-Frauen diese ja in der Bezirksoberliga bestreiten. Gegner dort zum Auftakt war die zweite Vertretung der HG Ingolstadt, die in der vergangenen Saison im Mittelfeld der Liga gelandet war - und in einem Spiel mit viel Nervenkitzel holen sich die Schrobenhausenerinnen am Ende knapp, aber verdient, mit einem 20:19 den er-sten Sieg.

Nachdem beide Teams sichtlich nervös in die Partie gestartet waren, war es das SSV-Team, das sich schneller fangen konnte. Durch schöne Tore aus dem Rückraum über Laura Wittkamp spielte es sich prompt einen 5:2-Vorsprung heraus. Die Schrobenhausenerinnen boten eine stabile Abwehr gegen den HG-Angriff auf und stellten die Gastgeberinnen dadurch immer wieder vor Aufgaben. Bei einem Stand von 13:9 wurden schließlich die Seiten getauscht. 
Nach der Halbzeitpause taten sich die Akteurinnen vom Trainerteam Jens Jamnitzky/Andreas Kreitmeir zunehmend schwer, sich selbst in torgefährliche Positionen zu bringen und zum Abschluss zu kommen. Ingolstadt II holte dadurch Tor um Tor auf und erzielte nach einer guten Viertelstunde in der zweiten Hälfte den Ausgleich zum 15:15. Die SSV-Mädels bekamen in der entscheidenden Phase aber doch wieder die Kurve und legten einen 3:0-Lauf hin (19:16). 

Trotzdem sollte es nochmals spannend werden in der gut gefüllten Sporthalle. Ingolstadt II hatte sich noch lange nicht aufgegeben und kam vermehrt über die Außenpositionen zum Torerfolg. Eine knappe Minute vor dem Schlusspfiff fiel sogar der 19:20-Anschlusstreffer aus Sicht der HG II - und zudem versäumten die Schrobenhausenerinnen, etwas Zeit von der Uhr zunehmen. Stattdessen verloren sie leichtfertig den Ball, womit die letzten zehn Sekunden an Dramatik nicht mehr zu überbieten waren. Durch einen cleveren Angriff kamen die Ingolstädterinnen tatsächlich nochmals in eine gute Wurfposition, und der Ball landete im Netz. Aber der Unparteiische an der Torlinie entschied auf "Kreis", der Treffer zählte also nicht. 

Anschließend war die Freude auf SSV-Seite natürlich enorm, die ersten Punkte in der Bezirksoberliga sind den Schrobenhausenerinnen nun nicht mehr zu nehmen. Auch den Trainern stand die Freude ins Gesicht gestanden. Jamnitzky etwa meinte stolz: "Ein knapper Sieg ist wertvoll, weil er zeigt, dass wir als Mannschaft zusammenrücken, wenn es eng wird."
Bereits am nächsten Wochenende nächste Woche geht es für den SSV in das nächste Spiel. Am Samstag um 17.30 Uhr muss er da beim TSV Dachau 65 ran.

Für den SSV spielten in Ingolstadt: Laura Hoyer und Theresa Boretzki (beide im Tor) - Franziska Kigele, Julia Geithner, Franziska Mörtl (3 Treffer), Lea Wimmer, Marina Abstreiter (1), Laura Wittkamp (4), Lucia Götz, Hannah Lauerer (3), Beate Rieblinger, Katharina Lorenz (1), Emily Hatlapa (1) und Anna-Maria Kugler (7).