Qualifikationsturniere männliche B-Jugend

Gerade einmal 6 Wochen sind vergangen als die männliche C-Jugend der Handballer ihr letztes Punktspiel in der Saison bestritten hatte. Doch nach der Saison ist vor der Saison und so fand am vergangenen Samstag bereits das erste Qualifikationsturnier zur Bezirksoberliga für die Saison 2019/2020 statt.

Da die Schrobenhausener Jungs aufgrund des Alters in die nächste Jahrgangsstufe, die männliche
B-Jugend, vorrücken, war man auf Seiten des SSV schon sehr auf den Verlauf des Turnieres gespannt. Insgesamt wird es bis zu 3 Turniere geben, bis feststeht, ob man wie in der vergangenen Saison den Sprung in die Bezirksoberliga schafft. Die Gegner am Samstag hießen TV Dettelbach, TSV Rottenburg und der Gastgeber war die SG Auerbach/Pegnitz. 

Nach der langen Anreise nach Auerbach hieß der erste Gegner TV Dettelbach. Gleich in diesem Spiel wurde der Unterschied zur Vorsaison sehr deutlich. Ab der B-Jugend dürfen auch die defensiven Abwehrformationen wie 6:0 und 5:1 gespielt werden. Für die Dettelbacher war dies nichts neues, denn für sie ist es bereits das 2. Jahr in der B-Jugend und diese Erfahrung merkte man deutlich. Auch körperlich waren sie dem SSV etwas überlegen. Dieser tat sich vor allem extrem schwer durch die Abwehr zu kommen und scheiterte zudem am hervorragenden Torwart der Dettelbacher. Nach 2x 15 Minuten musste man sich verdient mit 22:11 gegen den späteren Turniersieger geschlagen geben.

Gleich im Anschluss an dieses Spiel mussten die Lenbachstädter erneut ran. Diesmal hieß der Gegner TSV Rottenburg. Die Niederlage aus dem ersten Spiel steckte zu Beginn der Partie noch in den Köpfen und auch beste Chancen wurden nicht genutzt. Zur Halbzeit lag man auch in diesem Spiel eigentlich mit 5:10 schon sehr deutlich zurück. In der Pause appellierten die beiden Trainer an die Moral der Mannschaft und die eigenen Stärken. Auch nahm man in der eigenen Abwehr eine kleine Korrektur vor. Dies war dann der Schlüssel zur Wende. In nur 4,5 Minuten der zweiten Hälfte wurde der Rückstand auf 12:11 verkürzt und das Spiel war wieder völlig offen. Dieser Schwung wurde dann auch über die komplette zweite Hälfte weitergeführt und so gewann man am Ende doch noch verdient mit 18:15.   

Jetzt durften die SSV´ler erst einmal durchatmen und bestritten dann wieder das letzte Spiel des Turniers gegen die Gastgeber aus Auerbach/Pegnitz. Hier war leider der Schwung aus der vorherigen Partie wieder weg und die Auerbacher hatten von Beginn an alles im Griff. Ähnlich wie im ersten Spiel waren die Gastgeber dem SSV körperlich etwas überlegen und die SSV´ler nutzten Ihre Chancen nicht konsequent aus. In der Abwehr bekam man den Kreisspieler der Gastgeber gar nicht in Griff. So lag man bis zur Pause wieder deutlich mit 11:5 zurück. Trotzdem zeigten die Schrobenhausener wieder eine gute Moral und kämpften sich noch einmal auf 14:10 heran. Mehr war aber nicht mehr drin, da nach fast 90 Minuten Spielzeit jetzt auch die Kräfte schwanden. So gewannen die Auerbacher am Ende mit 21:12. 

Auf Seiten der Schrobenhausener war man aber trotz alledem mit dem Turnierverlauf und dem ersten Auftreten in der höheren Jahrgangsstufe zufrieden und das Minimalziel, die Teilnahme an der zweiten Quali-Runde in 14 Tagen, wurde durch den Sieg gegen den TSV Rottenburg erreicht.

Für den SSV waren im Einsatz:

Julian Vottner und Tim Steinbichler im Tor, Jannik Schmitt (2), Matthias Nowak (4), Viktor Schlingmann (4), Vinzenz Asam (10), Simon Seebacher (2), Lukas Schmeer (2), Severin Berger (3), Andreas Hanisch (2) und Simon Schmeer (12)

In zwei weiteren Turnieren an den letzten beiden Wochenenden versuchte die männliche B-Jugend der SSV Handballer für die nächste Punktrunde den Sprung in die Bezirksoberliga zu schaffen. Zuerst musste man nach Donauwörth und traf dort auf die Gastgeber, den SVN München, die Spielgemeinschaft HSG B-One und die Vertretung von Kaufbeuren/Neugablonz. Mit einen Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen hielt man sich bei diesem Turnier noch sehr gut.

Im ersten Spiel gegen Donauwörth hielt man lange gut mit. Erst kurz vor Ende der ersten Hälfte konnten sich die Gastgeber ein kleines 4 Torepolster herausspielen. Mit 12:8 wurden die Seiten gewechselt. So wie die erste Hälfte endete, begann aus SSV Sicht leider auch die Zweite. Donauwörth konnte sich innerhalb von 3 Minuten weiter auf 15:8 absetzen. Aber jetzt kamen die Schrobenhausener wieder besser ins Spiel und die restliche Spielzeit war wieder eine ausgeglichene Angelegenheit. Am Ende stand aber eine 22:14 Niederlage auf dem Papier. Im 2. Spiel traf man auf den SVN München. Hier erwischte der SSV einen Blitzstart und zeigte von Anfang an den Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Mit einem 5:0 Lauf in den ersten 5 Minuten erwischte man die Münchner eiskalt. Dieser beruhigende Vorsprung wurde bis zum Seitenwechsel dann noch auf 12:5 ausgebaut. In der zweiten Hälfte ließ man nichts mehr anbrennen und man erspielte sich einen deutlichen 19:13 Sieg. Der nächste Gegner war die Spielgemeinschaft HSG B-One. In dieser Partie entwickelte sich ein spannendes und jederzeit ausgeglichenes Spiel. Keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen und die Führung wechselte immer hin und her. So war das 13:13 am Ende auch das einzig richtig Ergebnis. Mit diesem Punkt waren zudem beide Mannschaften sicher eine Runde weiter und für das nächste Turnier qualifiziert. Als letzter Gegner wartete nun auf den SSV noch die Mannschaft aus Kaufbeuren/Neugablonz. Die Kaufbeurer, als Landesligaabsteiger zu diesem Turnier angereist, mussten diese Partie unbedingt gewinnen, damit sie nicht aus der Quali-Runde ausscheiden. Dementsprechend aggressiv und teilweise auch unfair bestritten sie diese Partie. Dieses überharte Einsteigen wurde leider von dem Schiedsrichter nicht geahndet und hatte dementsprechend Auswirkungen auf die Moral und den Willen der SSV´ler. Diese hatten in diesem Spiel zu keiner Zeit eine Chance und verloren am Ende sehr deutlich mit 22:7.

Am vergangenen Sonntag sah dies dann leider etwas anders aus. Durch verletzungs- bzw. krankheitsbedingte Ausfälle reiste man nur mit einem Auswechselspieler nach München. Die Gegner hießen diesmal, TV Altötting, TSV Allach II und die Gastgeber des TSV München Laim. Am Ende verlor man an diesem Spieltag alle Spiele und schaffte somit die Qualifikation zur Bezirksoberliga nicht.

Gleich zu Beginn bekam man es mit dem TV Altötting zu tun. Die Altöttinger schieden in der letzten Woche aus der Landesligaquali aus und waren für dieses Turnier der klare Favorit. In den ersten 15 Minuten hielt der SSV noch gut dagegen und der 4 Tore Rückstand beim 4:8 zur Halbzeit war in Ordnung. In den 2. 15 Minuten lief dann aber gar nichts mehr zusammen. Im Angriff schloss man viel zu überhastet ab, oder man scheiterte aus schlechten Wurfpositionen am Gästekeeper. Die Abwehr, war zu langsam auf den Beinen und hier merkte man bereits das Fehlen von Vinzenz Asam sehr deutlich. Am Ende stand eine deutliche 22:9 Niederlage auf der Anzeigetafel. Ohne große Pause stand gleich das zweite Match gegen den TSV Allach II auf dem Programm. In diesem Spiel sollte zumindest das Spieltempo erhöht werden und in der Abwehr wollte man besser dagegenhalten. Dies gelang zunächst auch ganz gut und bis zur Mitte der ersten Hälfte beim Stand von 6:6 war es eine offene Partie. Jetzt schaltete Allach aber einen Gang höher und erspielte sich bis zur Pause eine deutliche 14:8 Führung. Die zweite Hälfte wurde von beiden Mannschaften mehr recht wie schlecht runtergespielt. Die Allacher dezimierten sich mehrmals mit 2 Minuten Strafen, aber der SSV konnte auch in einer 6 gegen 4 Überzahl daraus kein Kapital schlagen. Somit schafften sie es nicht den Rückstand zu verkürzen und am Ende wurde auch diese Begegnung mit 22:14 verloren. Im letzten Spiel des Turniers kam es dann zum Showdown, wer für die Saison den Sprung in die Bezirksoberliga schafft, und wer in der Bezirksliga ran muss. Den besseren Start erwischten ganz klar die Gastgeber vom TSV München Laim. Vor allem die rechte Angriffsseite machte dem SSV zu schaffen und die Heimischen setzten sich bis zur 9 Minute bereits auf 10:5 ab. Vor allem Simon Schmeer war es, der sich am Meisten gegen die Niederlage stemmte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Beim Stand von 15:12 wurden die Seiten gewechselt. Ähnlich wie zu Beginn dieser Partie zeigten die Münchner eindeutig den größeren Willen, dieses Spiel zu gewinnen und erspielten sich nach 5 Minuten die 20:14 Führung. Diese Führung gaben sie nun nicht mehr aus den Händen und gewannen am Ende mit 27:20. Für den SSV wäre sicherlich auch mit dieser ersatzgeschwächten Mannschaft etwas mehr drin gewesen, aber aus Mannschaftssicht fehlte der unbedingte Siegeswille. Trotzdem waren es lehrreiche Turniere.

Für den SSV waren an beiden Wochenenden im Einsatz: Tim Steinbichler (im Tor), Simon Seebacher (5), Andreas Hanisch (4), Vinzenz Asam (16), Lukas Schmeer (8), Josua Moritz (6), Jannik Schmitt, Leon Schroll (2), Viktor Schlingmann (11), Matthias Nowak (8) und Simon Schmeer (36)