HSG Schwab/kirchen - SSV Schrobenhausen (29:31)

Drei Spiele, drei Siege: Das ist die astreine Bilanz der SSV-Handballdamen in der noch jungen Saison 2019/2020. Und was diese Topleistung noch zusätzlich aufbessert: Die Schrobenhausenerinnen schafften diese als waschechte Neulinge in der Bezirksoberliga Altbayern.
Ihr bislang letzter Streich: ein 31:29-Auswärtstriumph bei der HSG Schwab/kirchen. Nachdem Mittespielerin Franziska Mörtl kurzfristig wegen Krankheit aussetzen musste und diesmal der BOL-Drittplatzierte aus der Vorsaison wartete, reisten die Schrobenhauserinnen mit der eher bescheidenen Zielvorgabe "Schauen wir mal, wie wir die HSG ärgern können" nach Schwabhausen.  
Trainer Jens Jamnitzky stellte seine Damen in seiner gewohnt flammenden Kabinenansprache auf ein schnelles Umschaltspiel der Gegnerinnen mit Fokus auf Tempogegenstößen ein. Darauf war der SSV also gefasst. Dennoch gelang es Schrobenhausenerinnen zu Beginn der Partie nicht, sich nach abgeschlossenem Angriff schnell genug in der eigenen Abwehr zu orientieren. Die Konsequenz daraus war ein schneller 1:4-Rückstand für sie.  

Dank unbeirrter Wurfgewalt aus dem Rückraum fand der SSV aber doch wieder den Anschluss, ging schließlich in der neunten Minute selbst mit 6:5 in Führung - und baute diesen Vorsprung sogar bis auf 9:6 aus. Die Schwab/kircherinnen nahmen den Kampf allerdings an, und so blieb die erste Halbzeit ein Hin und Her zwischen beiden Teams. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung (17:15) verabschiedeten sich die SSV-Frauen schließlich in die Kabine. Dort empfing sie ein sichtlich angetanes Trainerteam: "Weiter so! Diese zwei Punkte nehmen wir mit nach Hause! "

Gesagt, getan - zumindest bis zur Mitte des zweiten Durchgangs: Die beiden bärenstarken Außenspielerinnen Anna-Maria Kugler und Lea Wimmer landeten - wie auch schon vor dem Seitenwechsel - Treffer um Treffer, oft sehr schön eingesetzt durch Anspiele von der Mitteposition. Die Schrobenhauserinnen präsentierten sich in der Tat mannschaftlich geschlossen - mit einer tollen Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Dadurch konnten den mitgereisten Fans immer wieder schöne Handballszenen gezeigt werden. 
Aber was wäre ein Spiel der SSV-Damen, wenn es nicht eine "richtig knappe Kiste mit Herzkasperl-Garantie" wäre? Die HSG-Damen stellten die Schrobenhauserinnen plötzlich mit einer noch offensiveren Abwehr vor neue Aufgaben. Und siehe da, in der 55. Minute glichen die Hausherrinnen zum 28:28 aus. Doch dieses Spiel wollte die SSV-Truppe unbedingt als Sieg mit nach Schrobenhausen nehmen! Mit vollem Einsatz hielt sie in den letzten Minuten die Abwehrreihen wieder geschlossen und erarbeitete sich im Angriff schöne Chancen, die auch mit Torerfolgen gekrönt wurde. Prompt stand es beim Abpfiff eben 31:29 für die Schrobenhausenerinnen, sie durften also erneut so richtig feiern. 

Das in Schwabhausen siegreiche SSV-Team: Laura Hoyer (Tor), Beate Riebliger, Julia Geithner, Lea Wimmer (6 Treffer), Marina Abstreiter (2 + 1 verwandelter Siebenmeter), Laura Wittkamp (3), Franziska Kigele, Theresa Boretzki (Tor), Hannah Lauerer (1), Julia Breitsameter (5), Katharina Lorenz, Emily Hatlapa (3 verwandelte Siebenmeter) sowie Anna-Maria Kugler (10).