MBB SG Manching - SSV Schrobenhausen (31:15)

Zwar war die SSV-Vertretung mit einigen personellen Veränderungen aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen angetreten, doch das soll nicht als Ausrede für die Pleite dienen. Bei den restlichen Spielerinnen war ganz einfach der Wurm drin.
Obwohl vom eigenen Trainergespann Jens Jamnitzky/ Andreas Kreitmeir davor gewarnt, ließen sich die Schrobenhausenerinnen vom Gegenstoßspiel der MBB-SG komplett überraschen. Sie verpassten es bereits in der Anfangsphase, dem über ein konsequentes Rückzugsverhalten etwas entgegenzusetzen. Die bittere Konsequenz daraus: Nach nicht einmal fünf Minuten befand sich der SSV schon 1:6 im Rückstand.

In der Folge nutzten die Gäste die eigenen Möglichkeiten doch besser und zeigten ihre wahrscheinlich stärkste Phase des Spiels. Prompt arbeiteten sie sich kontinuierlich wieder auf 8:9 heran. Aber hierbei blieb es nicht. Stattdessen ermöglichten fehlende Absprachen in der SSV-Abwehr den Gastgeberinnen, in der Folgezeit ein ums andere Mal in gute Wurfpositionen zu kommen, wodurch man sich aus Schrobenhausener Sicht zur Halbzeitpause wieder mit fünf Toren im Rückstand sah (10:15).

Die Ansage in der Kabine war dann eindeutig: In der Abwehr das Miteinander verbessern, im Angriff geduldig die Lücken suchen und den Ball dann auch ins Netz befördern. Doch statt der vom SSV erhofften Kehrtwende wurde das Match noch eindeutiger. Die MBB-SG Manching bracht nach dem Seitenwechsel ihr ganzes Können auf die Platte und spielte immer befreiter auf, während man auf Seiten des SSV weiter unter seinen Möglichkeiten blieb. In der 45. Minute war der Rückstand der Gäste dann bereits auf zehn Tore angewachsen (13:23).

Der SSV-Angriff verzettelte sich zunehmend in Einzelaktionen, und auch die Ballverluste wurden in der zweiten Hälfte deutlich mehr. Mit nur fünf eigenen Treffern im zweiten Durchgang konnte man auf Schrobenhausener Seite natürlich auf keinen Fall zufrieden sein. Am Ende blieben die Punkte eben in Manching - und das klar verdient. Die MBB-SG ng hat in der Tat eine sehr gute Leistung gezeigt, eine Niederlage an diesem Tag war grundsätzlich auf jeden Fall akzeptabel für den Aufsteiger aus Schrobenhausen. In der Höhe jedoch spiegelt das Ergebnis nicht wider, was die SSV-Damen normalerweise können. Das war eine bittere Pille, die das Jamnitzky/Kreitmeir-Team jetzt schnellstmöglich verarbeiten muss, denn bereits am nächsten Sonntag ist die SSG Metten zu Gast in der Dreifachsporthalle. Da soll das Resultat natürlich wieder anders aussehen. Anpfiff ist wie gewohnt um 14.45 Uhr.

Für die SSV spielten in Manching: Laura Hoyer und Theresa Boretzki (beide im Tor); Milena Mörtl, Meike Frederking (2 Treffer), Julia Geithner (1), Franziska Lorenz, Beate Rieblinger, Marina Abstreiter (2), Carola Kreitmayr, Hannah Lauerer (2), Julia Breitsameter (3), Katharina Lorenz (2 + 1 verwandelter Siebenmeter) und Anna-Maria Kugler (2).